Volkstümliche Töne in der Hochwaldhalle

Lena Weber und Henning Lorang spielten die Sehnsuchtsmelodie.

Am Samstagabend hörten die Zuschauer beschwingte,Töne beim Volksmusik-Konzert der Stadtkapelle. Die Musik lud so manchen zum Schunkeln, Klatschen und sogar Singen ein.

Volksmusik ist nicht gleich Volksmusik. Auch hier gibt es zahlreiche Richtungen. Trotzdem war der Stadtkapelle bei ihrem großen Konzert der volkstümlichen Musik eine gute Zusammenstellung aus verschiedenen Bereichen dieser Musikgattung gelungen. So kamen die Marschfreunde gleich beim Eröffnungsstück „Gruß an Böhmen“ auf ihre Kosten. Der flotte Marsch wurde vor allem durch die Egerländer Musikanten bekannt.


Für das zweite Stück, eine solistische Polka für Bariton, erhielt das Orchester Besuch von Ernst. Dieser fidele Wandersmann in Lederhosen hatte den weiten Weg aus Bayern gewagt und zückte aus seinem Wanderrucksack die Noten von „Ernst im Allgäu“. Nach der glanzvollen Darbietung dieses Solos entpuppte sich Ernst jedoch als Christoph Geibel, der die Wanderung lediglich von Damflos aus auf sich genommen hatte. Dem Applaus des Publikums nach zu urteilen, hatte sich sein Besuch gelohnt.

Mit der südböhmischen Polka folgte wiederum ein Stück, das dem historischen Land Böhmen im südöstlichen Tschechien gewidmet ist. Aus dieser Region stammen viele Polkamelodien. Eine ganz besondere Melodie präsentierten anschließend Lena Weber und Henning Lorang auf der Trompete. Sie spielten die Sehnsuchtsmelodie von Walter Scholz, die 1984 veröffentlicht und sogleich zu einem Hit wurde. In der ersten Konzerthälfte folgten nun noch „Erinnerungen an Robert Stolz“ und wiederum eine Komposition aus einer böhmischen Feder – die Brummerl-Polka.


Die zweite Hälfte des Konzerts begann mit einer Aufgabe für das Publikum: Wer erkennt wohl alle Volkslieder, die in dem Stück „Jetzt kommen die lustigen Tage“ verarbeitet wurden? Leider schaffte es niemand, das Rätsel zu lösen. Jeder hatte aber wohl einige Lieder erkannt – was bei der schwäb’schen Eisenbahne bestimmt am einfachsten war. Auch im zweiten Konzertteil brillierten wieder Solisten der Stadtkapelle. So auch Thomas Blatt und Fabian Gilles alias Murzel und Purzel, die eine lustige Konzertpolka für zwei Klarinetten darboten. Etwas zum Schunkeln gab’s danach mit dem „Second Waltz“, einem Walzer von Dimitri Shostakovitch – bevor das Publikum wieder beschwingtere Töne bei der „Katharinen-Polka“ hörte.

In gewohnt professioneller Manier und mit Witz galoppierte anschließend Allround-Talent Leo Ries mit dem Xylophon bei „Erinnerung an Zirkus Renz“ davon. Nach diesem flotten Ritt folgte das letzte Stück, ein Konzertmarsch mit dem Titel „Die Sonne geht auf“, bei dem die Stadtkapelle die schon untergegangene Abendsonne wieder aufgehen ließ. Da das Publikum dann von der Volksmusik nicht genug bekommen konnte, präsentierte das Orchester mit der Zugabe „Bei allen beliebt“ noch einmal viele Klassiker in einem Potpourri. Spätestens bei „Aus Böhmen kommt die Musik“ sangen dann alle mit und verabschiedeten die Musiker nach einer zweiten Zugabe mit einem langen Applaus.

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